STADIONBERG OBERKLAUSEN
Teilmodellbau des in Nürnberg geplanten "Deutschen Stadions"
Geplantes Stadion in Nürnberg:
- Form eines Hufeisens
(angelehnt an Circus Maximus)
-mehr als 400.000 Personen
-540m Lang, 445m Breit
-82m Hohe Tribünen
-Architekt: Albert Speer
-Grundsteinlegung: 9.Sept.1937
durch Hitler persönlich
Die Maße entsprachen nicht denen für die Olympischen Spiele aber das war Hitler egal
Plan für ein Modell in Klausen:
1/10 des Stadions in Nürnberg sollte hier auf dem "Hohen Berg" im Maßstab 1:1 errichtet werden.
-3 Tribünen, ca. 27m breit & mit je 5
Rängen
-für ca. 42.000 Menschen
-1937-38

Vorbereitungen:
Um solch ein gigantisches Bauwerk errichten zu können, mussten zuerste einige Vorkehrungen getroffen werden. Um den massiven Rohstoffverbrauch zu decken wurde sogar Holz aus dem bayrischen Wald mit 3 zur Verfügung gestellten Schmalspurlokomotiven ins Hirschbachtal transportiert. Da der kurze Weg vom Bahnhof in Neukirchen für Langholztransporte zu eng war, mussten die Stämme über Hersbruck und Neuhaus an der Pegnitz nach Oberklausen gebracht werden. Die 4-5000m³ Holz wurden vor Ort in einem selbst errichteten Sägewerk am Acker vor dem Loss´schen Anwesen gesägt.
Auch der Schotter, der für den Bau benötigt wurde, stammte hauptsächlich von Firmen aus dem Pegniztal.
Unteranderem bekam der Hirschbach ein neues Bett, die Talstraße wurde verlegt und mehrere Fischweiher wurden zugeschüttet.
Circa 400 Arbeiter waren damals mit dem Bau beschäftigt, welcher der Bevölkerung mehr Geld einbrachte, denn die Arbeiter kamen größtenteils aus der Gemeinde Hirschbach und der näheren Umgebung, sowie dem Vilstal. Auch aus dem Nürnbnerger Raum kam eine kleine Gruppe Spezialisten hinzu, um den Bau zu unterstützen. Aufgrund der großen Menge an zu be- und verarbeitendem Holz gab es kaum einen Zimmermeister, der mit seinen Leuten nicht am Bau des Stadionmodells beteiligt gewesen ist.

Der Bau
Fast 2 Jahre lang wurde an dem Modell gebaut.
Über diesen Zeitraum haben die Arbeiter Tag & Nacht geschuftet und wurden dabei von SS-Wachen beaufsichtigt.
Am 21.3.1938 kamen Hitler und sein Architekt persönlich nach Oberklausen, um die Baustelle zu besichtigen und die Hör- und Sichtverhälnisse zu testen. Um dies zu überprüfen führten Baustellenarbeiter gymnastische Übungen auf dem Rasen vor. Zu ihrer Verwunderung waren die Verhältnisse sogar besser als angenommen.
Zu Kriegsbeginn wurde der Bau beendet, das geplante Modell wurde nie fertiggestellt. Dennoch wurde das Modell weiterhin Tag & Nacht bewacht. Nach der Zerstörung vom Nachbardorf Achtel wurde das Bauwerk auf Befehl der Amerikaner zum Abriss freigegeben.



Kriegsfolgen
Am 21.4.1945 wurde vom deutschen Wehrmachtsbericht gemeldet, dass das deutsche Stadionmodell schwer umkämpft sei. An diesem Tag wurde Achtel beinahe vollkommen zerstört. Es blieben nur noch ausgebrannte Ruinen und verbrannte Erde.
Glücklicherweise kam keiner der Bewohner ums Leben, da sie vorher in Felsenkeller und Höhlen flüchteten, um sich zu schützen.Quellen:
Eisengau 10
Eisengau 34
Eisengau 54
Eisengau 56